Südafrika | Botswana 2021

Reisebericht Südafrika, Botswana 2021 | 22. Mai bis 24. Juni 2021

Swartpan im KTP

Abschliessende Gedanken

Kgalagadi Transfrontier Park, Südafrika und Botswana

Alles, was sonst nirgendwo Platz hatte…

Unsere Reise liegt nun schon wieder einige Zeit zurück und ich möchte nun gerne noch ein paar Dinge posten, die ich noch nicht veröffentlicht habe, für die ich nicht einen ganzen Post machen wollte, die aber trotzdem zu schade sind, um nicht erwähnt zu werden :-)…

Es wird wohl ein Chrüsi-Müsi werden mit Gedanken, Erlebnissen, Bildern, Inputs und einem Fazit zur Reise.

Ich fange an mit ein paar weiteren Eindrücken aus dem Kgalagadi Transfrontier Park, die sonst nirgendwo reingepasst haben:

Schon in einigen Posts habe ich erwähnt, dass es teilweise ziemlich kalt war während unserem Aufenthalt im Kgalagadi. Trotzdem hatten wir richtig Glück, denn im Moment herrschen dort nachts tatsächlich Temperaturen von bis zu minus 10 Grad!!
Das ist wirklich heftig und das hätten wir wohl in unserem Aufstelldach nicht so gut überstanden…

Aber auch während unserer Reise war es zum Teil herausfordernd und ich wollte dies im nächsten Video veranschaulichen. Ich hoffe, man kann die Kälte in unserem «Schlafzimmer» erkennen. Und bei diesen Temperaturen muss man sich dann aus dem warmen, kuscheligen Schlafsack rausquälen und schnell alle Schichten an Kleidern anziehen, die man zur Verfügung hat.

Mein liebstes Gadget!

Ich habe mir natürlich vor unserer Reise Gedanken darüber gemacht, wie ich mit der Kälte, die uns erwarten könnte am besten umgehe und habe mir dementsprechend ein paar wichtige Utensilien angeschafft.
Im letzten Moment habe ich in Stellenbosch in einem Einkaufszentrum etwas entdeckt, was sich im Nachhinein als absolut bestes Ausrüstungsstück herausgestellt hat.

Eigentlich handelt es sich hierbei um Hausschuhe! Und sie haben umgerechnet etwa Fr. 14.– gekostet! Aber sie haben mich gerettet und ich habe sie während der ganzen Reise geliebt und gefeiert!

Noch nie in meinem Leben habe ich so oft erwähnt, dass ich soooo schön warme Füsse habe. Reto kann davon ein Lied singen, denn normalerweise beklage ich mich bereits bei 20 Grad, dass ich kalte Füsse habe 🤣.

Und hier ist mein absolutes Lieblingsstück von dieser Reise:

Ikaia River Lodge in Keimoes

Nachdem wir den Kgalagadi nach rund 3 Wochen verlassen haben, machen wir uns auf den Weg zurück nach Kapstadt. Normalerweise übernachten wir dann in der ersten Nacht irgendwo in Upington. Diesmal entscheiden wir uns, noch ein bisschen weiter bis nach Keimoes zu fahren. Dort bleiben wir für zwei Nächte auf der wunderschönen Campsite von der Ikaia River Lodge.

Wir geniessen es, in dieser wunderschönen Umgebung direkt am Orange River einfach noch ein bisschen zu sein, in den Tag hinein zu leben, Reto widmet sich intensiv dem vielfältigen Birdlife (einige Fotos davon habe ich bereits unter Reto’s Birdlife gepostet) und Abends lassen wir uns im Restaurant verwöhnen.

Eine weitere Nacht haben wir in Calvinia verbracht. Dort hat uns im African Dawn B&B endlich mal wieder ein Katze besucht, die wir auch streicheln durften :-):

Als wir dann in Stellenbosch angekommen sind, haben wir uns einen weiteren kleinen Luxus gegönnt und sind in eines unserer Lieblings-Weingüter Mittag essen gegangen:

Einer der besten veganen Burger, die ich jemals gegessen habe 😋

Geniessen…

In Stellenbosch haben wir dann noch die letzten Tage genossen und unsere Reise ausklingen lassen. Wir haben wieder ein Tiny House gemietet und sogar ein paar typische Touristen-Ausflüge gemacht.

Wir sind der Küste entlang gefahren, haben zuerst Gerrie, unseren Freund in Gordons Bay besucht, sind danach nach Bloubergstrand, wo die berühmten farbigen Strandhäuschen stehen und danach nach Simon’s Town zu den Pinguinen. Danach über den Chapman’s Peak und nach Kapstadt.

Es war ein wunderschöner Ausflug und etwas, was wir nicht oft machen, wenn wir in Afrika sind.
Vor 20 Jahren habe ich ein paar Monaten in Kapstadt gewohnt und denke sehr gerne an diese Zeit zurück.
Es hat sich seither einiges verändert, aber es fühlt sich trotzdem immer wieder ein bisschen an wie nach Hause kommen.

Mein Fazit von dieser Reise

Ich würde sagen, die letzten anderthalb Jahre haben uns gezeigt, dass es nicht immer möglich ist, in unsere zweite Heimat zu reisen und dass dies nicht nur von uns abhängt. Wir wissen, wie privilegiert wir sind, dass wir diese Reisen bis jetzt trotzdem immer wieder machen können, auch wenn die Umstände im Moment anders sind.

Umso mehr geniessen wir unsere Zeit im Busch und abseits von allem, was in der sogenannten zivilisierten Welt tagtäglich so auf uns einprasselt. Es ist so wichtig, dass wir uns immer wieder Auszeiten nehmen. Und dies muss auch nicht immer in Form von einer weiten Reise geschehen. Wir versuchen auch Zuhause uns immer wieder Auszeiten zu schaffen.

Aber unsere Reisen nach Afrika haben bestimmt in dieser aufwühlenden Zeit noch mehr an Bedeutung für uns gewonnen. Wir versuchen, uns noch achtsamer in diesen verschiedenen Welten zu bewegen und alles ganz bewusst zu erleben.

Aktuell herrscht in Südafrika ein grosses Chaos und es passiert ganz viel Leid. Menschen sind aufgebracht und wütend, sie sind seit Jahren unterdrückt, haben kein Geld, keine Jobs, keine Zukunft… Und nun verursachen sie weiteres Leid, rufen nach Vergeltung für vergangene Gräueltaten und Ungerechtigkeiten. Zerstören alles und haben nichts zu verlieren…

In Namibia wie auch in vielen anderen Ländern wird die Armut immer grösser, weil die Touristen ausbleiben… Einmal mehr sind auch von dieser Krise wieder die Ärmsten am meisten betroffen…

All das wollen und können wir nicht ausblenden und es ist eine grosse Herausforderung, das «Richtige» zu tun.
Wir fühlen mit all diesen Menschen mit und hoffen und beten mit ihnen für eine bessere Zukunft, in der alle in Frieden und Gerechtigkeit leben können.

Ich habe mich vor 20 Jahren in diesen Kontinent verliebt und durfte seither soooo viel erleben, dazu lernen, neue Gegenden erkunden, Vorurteile abbauen, hinter die Kulissen schauen, Erfahrungen sammeln, neue Freunde kennenlernen, Unterhaltungen mit vielen verschiedenen Menschen führen, sooo vielen Tieren begegnen und unzählige Stunden im Busch verbringen.

Afrika bleibt für immer in meinem Herzen und ich wünsche mir, dass alle Wunden heilen dürfen und sich die Menschen darauf besinnen, dass wir alle miteinander verbunden sind und wir es nur gemeinsam schaffen!

Ich freue mich jetzt schon darauf, wenn ich wieder mit nackten Füssen irgendwo im nirgendwo im Kalaharisand umherlaufen und mit allen Sinnen in den afrikanischen Busch eintauchen darf ❤️…

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Felix Lüscher
1 Monat zuvor

hoi ihr guete, all das wönsch ich mer ond all fänne mensche doch au so sehr denn wi du schribsch mer schafft da nor gemeinsam. dinni gedanke sind so wahr. ich goffe und bette au för da 🙏🏽🍀🥰