Namibia | Botswana 2018/19

Reisebericht Namibia und Botswana 2018/19 | 16. Dezember 2018 bis 16. Januar 2019

Busch-Klo

Reisebericht Botswana und Namibia 2018/19

Swartpan, Botswana

Und wenn man an so einsamen Plätzen unterwegs ist, dann gibt es an den Übernachtungsorten natürlich auch keinerlei Infrastruktur.
Man muss wirklich völlig autark sein und z.B. das ganze Wasser selber mit dabei haben. Also auch das ganze Wasser um sich zu waschen, zum Kochen und zum Abwaschen.

Und mit dem Wasser bin ich immer übervorsichtig und ich kriege wirklich die Krise, wenn wir zu wenig Wasser dabei haben.
Das ist für mich immer eine Herausforderung, weil wir im Moment noch keinen eingebauten Wassertank haben und deshalb immer mit zwei 25-Liter-Kanistern hantieren müssen.

Ich finde es immer wieder sehr, sehr eindrücklich, wenn man wirklich mal visuell sieht, wie viel Wasser man wofür braucht.
Wenn man bei uns einfach für alles den Wasserhahn aufdreht und das Wasser fliesst, hat man keine Vorstellung davon, was das für Mengen an Wasser sind, die wir da tagtäglich einfach ganz selbstverständlich verbrauchen.

Und ich stelle mir selber immer wieder die Aufgabe, in diesen wasserlosen Gebieten für alles so wenig Wasser wie möglich zu verbrauchen.
Und es geht! Man kann sich wirklich mit ganz wenig Wasser waschen und fühlt sich danach fast wie frisch geduscht :-). Wenn man sich an so heissen, staubigen und trockenen Orten aufhält, ist jeder Tropfen Wasser auf der Haut eine Wohltat!

Eine ganz andere Geschichte ist im Busch natürlich die Toilette. Ganz einfach aus dem Grund, weil es natürlich keine gibt.
Für das grosse Geschäft sucht man sich also eine geeignete Stelle und gräbt ein mindestens 30 cm tiefes Loch.

Und eine geeignete Stelle heisst, es muss im Schatten sein, der Sand oder die Erde möglichst weich, damit man überhaupt ein Loch hinkriegt, aber der Sand auch nicht zu weich, weil er ansonsten die ganze Zeit immer wieder ins Loch fällt und zwar, bevor du dein Geschäft verrichten konntest 😂.
Dann sollte die Stelle natürlich auch ein bisschen geschützt sein, damit du einigermassen deine Ruhe hast, aber trotzdem solltest du den Überblick haben, was so um dich herum passiert. Es gibt nichts Unangenehmeres, als wenn du mitten in deinem Geschäft bist und dich ein neugieriger tierischer Busch-Bewohner dabei stört 🙈.

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Alexandra Schmidt
2 Jahre zuvor

Liebe Daniela,

das stelle ich mir auch nicht so prickelnd vor – da kommt dann die neugierige Hyäne und schaut mal, was du da so machst. Über dem Loch… lach
Ich freue mich sehr über deine schönen Fotos und die Berichte, sie lösen sofort Fernweh aus. Vor allem die langweiligen 😉 Sonnenuntergänge – seufz

Liebe Grüße!
Alexandra