Campidylle

Campidylle

Ich kann euch mal einen «normalen» Tagesablauf beschreiben, wenn wir uns auf einem Camp innerhalb eines Wildlife Reserves aufgehalten haben:

5.00 Uhr aufstehen, Kaffee kochen, Reto faltet das Dachzelt zusammen, ich spüle allenfalls noch Geschirr von gestern, fülle unsere Wasser- und Knabbervorräte für unterwegs auf, alles ins Auto räumen, kurze Morgentoilette.

ca. 5.30 Uhr losfahren auf den Morning Game Drive, das heisst, wir fahren im Park herum und halten Ausschau nach Tieren.

Zwischendurch Pinkel-, Kaffee- und/oder Frühstückspause auf einem Picknick-Platz oder auf einer Campsite.

ca. 12.00 Uhr wieder zurück zu unserem Camp, Mittagessen.

Danach hat Reto meistens die Hängematten aufgehängt, weil es vor allem im Kgalagadi so unwahrscheinlich heiss wurde (bis ca. 45 Grad), dass man gar nichts mehr machen konnte.
Wir haben dann die Nachmittage schwitzenderweise in der Hängematte verbracht und darauf gewartet, bis endlich mal wieder ein (heisses) Lüftchen kam.
Für ein bisschen Abkühlung sorgten jeweils nasse Tücher, mit denen wir uns zugedeckt haben oder eine Solardusche.

Dann je nachdem haben wir uns langsam wieder bereit gemacht für einen Abend Game Drive, um nochmals ein paar Tiere zu beobachten oder sind an einen Aussichtspunkt gefahren und haben den Sonnenuntergang genossen und einen Sundowner getrunken.

Spätestens um 19.30 Uhr zurück zum Camp (Sonnenuntergang), Dachzelt aufstellen, Tisch und Stühle aufstellen, alles bereit machen fürs Abendessen, Feuer machen, kochen, essen, geniessen (meistens jedenfalls, manchmal waren auch die Falter, Moskitos, Käfer und vor allem die Termiten sooo lästig, dass man Mühe hatte mit dem Geniessen ;-)), Schlumi nehmen, ab ins Bett.

Wir waren meistens so zwischen 21.30 Uhr und allerspätestens 22.30 Uhr im Bett.

Auch wenn es sich vielleicht nicht so anhört, aber die Tage sind schon sehr anstrengend. Man macht zwar eigentlich nicht so viel und bewegt sich vor allem kaum, aber die Game Drives in den Reservaten sind sehr anstrengend, weil man die ganze Zeit die Gegend nach Tieren absucht. Und die grosse Hitze hat natürlich auch dazu beigetragen, dass wir oft ziemlich auf den Felgen waren.
Aber es ist eine schöne Müdigkeit. Man lebt halt während diesen Reisen viel mehr mit der Natur, ist morgens früh wach, weil die Sonne zwischen 5.00 und 5.30 Uhr aufgeht und wenn sie abends um 19.30 Uhr untergeht ist man müde und kann auch nicht mehr allzu viel machen.
Und ich liebe es einfach sehr, im Dachzelt zu schlafen! Man hört alle Geräusche von der Natur und den Tieren und das ist einfach wunderbar. Das Zirpen der Grillen, in Wassernähe das Quaken der Frösche, unzählige Vogelstimmen, das Heulen und Bellen der Schakale, das Brüllen der Löwen, die eindringlichen Laute der Hyänen, ab und zu mal ein Elefantentrompeten, die eigenartigen Laute der Hippos und noch vieles mehr… Das ist die beste Einschlafmusik, die ich kenne!

Und hier noch ein paar Eindrücke zum Campleben:

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Trudy Luescher

    Ich findes toll dass mer echli debi gsi send….. suuuper Fotos ! Mam

    1. Daniela

      Danke vel mol! Ich has au gern gmacht ond es folge also no es paar Gschichte :-)!

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