Südafrika | Botswana 2021

Reisebericht Südafrika, Botswana 2021 | 22. Mai bis 24. Juni 2021

Cubitje Quap Waterhole

Cubitje Quap

Cubitje Quap Waterhole, Nossob Valley, Kgalagadi Transfrontier Park, Südafrika

Warten, warten, warten…

Wenn man Tiere finden will, gibt es ja grundsätzlich verschiedene Vorgehensweisen. Zum Beispiel kann man stundenlang herumfahren und hoffen, dass man zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist und irgendwo an eine spezielle Szene heranfährt.

Oder man hält immer mal wieder an, beobachtet die Umgebung und allenfalls irgendwelche «Beutetiere», achtet auf ungewöhnliche Geräusche, sucht Spuren oder wartet einfach einen Moment.

Oder man stellt sich an ein Wasserloch und verbringt dort einige Stunden mit Warten, in der Hoffnung, dass irgendwelche Tiere zum Trinken kommen.

Jede Taktik hat ihre eigenen Vor- und Nachteile und oft muss man einfach seinem Instinkt folgen und hoffen, dass man sich für die «richtige» Taktik entscheidet.

Auf dieser Reise haben wir gelernt, dass sich nicht jede Jahreszeit für alle Vorgehensweisen eignet. Da die Kalahari in den vergangenen Monaten viel Regen hatte, bietet sich uns einerseits eine ganz andere Landschaft, als dass wir das bisher gewohnt waren. Das Gras ist immer noch sehr hoch, wenn auch nicht mehr grün. Es ist ein wunderschönes Bild und ich liebe dieses gelbe Gras mit den roten Dünen im Hintergrund und das alles bei strahlend blauem Himmel. Es hat aber leider den Nachteil, dass Tiere noch viel schwieriger zu finden sind… Selbst wenn sich ein Löwe direkt neben der Strasse befindet kann es durchaus sein, dass man ihn im hohen Gras schlichtweg nicht sieht! Dazu mehr im nächsten Blogpost.

Aus diesem Grund hatte Reto auf dieser Reise anfangs immer wieder Lust, dass wir uns an ein Wasserloch stellen und abwarten. Ich finde das manchmal auch schön und spannend, aber oftmals habe ich nicht die Geduld oder habe immer wieder das Gefühl, dass wir anderswo irgend etwas verpassen :-).

So haben wir uns darauf geeinigt, dass wir dies eher am Nachmittag/Abend machen und morgens eher zuerst ein paar Stunden herumfahren. Denn die Morgenstunden haben am meisten Potenzial, dass man auf irgendwelche Grosskatzen stösst.

Nun haben wir aber schnell gemerkt, dass die Wasserloch-Warte-Methode leider zu dieser Jahreszeit auch nicht unbedingt von Erfolg gekrönt ist… Und irgendwann haben wir es dann komplett aufgegeben. Wie wir dann auch aus einem Buch erfahren haben, ist es wohl in den Wintermonaten wirklich die bessere Entscheidung, so viel wie möglich herumzufahren und auf gutes Timing zu hoffen!

Das Cubitje Quap Waterhole im Nossob Valley ist aber eines der wohl berühmtesten im KTP und dort haben wir unser Glück einige Stunden versucht. Da wir auch von unseren guten Freunden Herbert und Doris wissen, dass sie dort schon spektakuläre Sichtungen hatten und sie grosse Fans von diesem Wasserloch sind, waren unsere Erwartungen natürlich auch dieses Mal einigermassen gross.

Leider kamen für viele Stunden überhaupt keine Durstigen ans Wasserloch. Aber wenigstens der obligate Schakal und ein einziger Bateleur haben uns nicht enttäuscht :-)!

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4 Kommentare
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Herbert Smrcek
1 Monat zuvor

Ach her jemine! Unsere totale Unerfahrenheit in dieser Jahreszeit kann zu keinen guten Tipps führen. Das hohe Gras und das viele Wasser zwingt die Tiere nicht an das für sie gefährliche Wasserloch. Aber immerhin, die Umgebung sieht phänomenal aus. Und an einen schönen blauen Wasserspiegel kann ich mich auch nicht erinnern. Die Farben sind perfekt.
Herzliche Grüsse
Herbert

Doris
1 Monat zuvor

Liebe Daniela, lieber Reto
Oh ja, das Cubitje Quap Wasserloch ist definitiv eines unserer Lieblings-Wasserlöcher im Kgalagadi. Aber wir waren stets in den Hitzemonaten Dezember, Januar, Februar dort zu Besuch. Was das Warten anbetrifft, sind Herbert und ich schon richtige Weltmeister:-).
Das Schakal-Portrait ist super schön gelungen!
LG Doris