Reisebericht südliches Afrika 2019/20 | 29. Juli 2019 bis 8. Februar 2020

Elefanten im Hwange

Hwange NP in Zimbabwe

Reisebericht südliches Afrika 2019/20

Hwange Nationalpark, Zimbabwe

Neues entdecken

Wir sind nun wieder gesund und bereit, Neues zu entdecken! Nachdem wir vor rund zwei Monaten bereits in Zimbabwe waren und es uns hier so gut gefallen hat, war für uns klar, dass wir nochmals zurück kommen werden. Dieses Land wurde in den letzten Jahrzehnten so dermassen geschüttelt und die Lage spitzt sich noch immer zu… Ich werde darüber bestimmt in einem weiteren Blogpost noch mehr schreiben.

Aber jetzt wollen wir erst einmal den Hwange Nationalpark erkunden! Wir haben schon viel darüber gehört, gesehen und gelesen und sind natürlich dementsprechend neugierig und gespannt.

Um es gleich vorweg zu nehmen, dieser Park ist bekannt für seine hohe Wild-Dogs-Population. Wir haben am allerersten Tag 2 Wild Dogs gesehen, die vor uns die Strasse überquert haben und dann wieder im Busch verschwunden sind. Das wars… Wir haben aber von den Guides gehört, dass sie seit mindestens einem Monat überhaupt keine Dogs mehr gesehen haben…
Wir haben aber noch eine Auffangstation für Wild Dogs besucht und darüber werde ich auch noch berichten.

Unsere Erfahrungen im Park

Wir haben 8 Nächte im Park verbracht, und zwar in verschiedenen Gegenden, um mal alles auszukundschaften und uns einen Überblick zu verschaffen.

Uns hat der Südosten rund um Ngweshla, Kennedy und Makwe am besten gefallen und wir hatten auch die besten Tier-Sichtungen dort.
Dies hängt aber auch ein bisschen mit der Jahreszeit zusammen. In diesen Gegenden hat es bereits mehr geregnet und viele Tiere sind hierher gewandert. 

Wir haben dort am Wasserloch neben der Kennedy Campsite eine riesige Büffelherde von über 1000 Tieren beobachtet! Während rund anderthalb Stunden sind fast nonstop Büffel in Gruppen von 50 bis 300 Tieren gekommen, haben eine Weile getrunken und sind dann weitergezogen. Die ganze Herde umfasst wie gesagt über 1000 Büffel!

Etwas für uns ganz Besonderes, was man im Hwange machen kann ist das Übernachten direkt bei Wasserlöchern. Es gibt hier an verschiedenen Orten Plattformen, die neben Wasserlöchern errichtet wurden, damit man die Tiere beobachten kann. Und an einigen dieser Plattformen hat man die Möglichkeit, zu übernachten. Wir haben das 3-mal gemacht und es war toll! Ich werde auch darüber noch ausführlicher berichten.

Infos zum Park

Der Hwange-Nationalpark ist mit 14.651 Quadratkilometer der grösste Nationalpark in Simbabwe. Der Park liegt im Westen des Landes in den Ausläufern der Kalahari an der Grenze zu Botswana 200 km nordwestlich der Stadt Bulawayo. Der Park, in dem es eine grosse Artenvielfalt gibt, gehört zu den bedeutendsten Naturschutzgebieten des Landes. Er ist Teil der Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area.

Das Gebiet soll schon im 19. Jahrhundert als herrschaftliches Jagdgebiet für den König Mzilikazi gedient haben. Bereits im Jahr 1928 wurde das Gebiet als Wildtierreservat von der britischen Kolonialverwaltung unter Naturschutz gestellt. 1930 erhielt er den Status eines Nationalparks Benannt ist der Nationalpark nach einem lokalen Stammesführer

Quelle: Wikipedia

Cecil, der berühmteste Löwe

Es gibt eine sehr traurige Geschichte, die sich erst kürzlich hier abgespielt hat und die ziemlich treffend aufzeigt, was in Afrika und mit dem Wildlife hier so alles abgeht…
Die Geschichte hat grosses Aufsehen erregt, weil Cecil ein sehr berühmter Löwe war. Aber diese Art von Dingen passieren hier täglich und mit unzähligen Tieren, die nicht berühmt sind…

Hier nun aber die Geschichte zu Cecil:

Grosses Aufsehen erregte die Tötung des Löwen Cecil Anfang Juli 2015. Der Löwe mit der markanten schwarzen Mähne galt als Wahrzeichen des Nationalparks und hatte bei Besuchern und Einheimischen einen hohen Bekanntheitsgrad. Ein Zahnarzt aus den USA hat ausgesagt, den Löwen mit Pfeil und Bogen gejagt zu haben. Er habe für den Abschuss eines Löwen 55.000 US-Dollar bezahlt, eine örtliche Safariagentur beauftragt und sei davon ausgegangen, dass deshalb die Tötung des Löwen legal sei. Zeitungsberichten zufolge lockten seine Führer den Löwen mit einem Kadaver an. Außerhalb der Grenzen des sicheren Nationalparks wurde der Löwe durch den US-Amerikaner mit einem Pfeil verwundet, erst vierzig Stunden später konnte Cecil gefunden und durch einen Gewehrschuss getötet werden. Der Löwe war Teil eines Forschungsprogrammes der Universität von Oxford, das GPS-Halsband wollen sowohl der Jäger als auch seine Jagdhelfer nicht bemerkt haben. Nachdem Cecil erlegt worden war, wurde sein Kopf abgetrennt und das Fell abgezogen. Die Jäger versuchten vergeblich, das Halsband zu zerstören, und versteckten es daraufhin in einem Baum. Der Kopf und das Fell, welche bereits zur Präparation vorbereitet wurden, sind inzwischen an die Behörden übergeben worden. Der amerikanische Jäger, der Leiter der Safariagentur und der Besitzer des Grundstücks, auf dem der Kadaver des Löwen gefunden wurde, wurden von den örtlichen Behörden wegen Wilderei angeklagt. Der Fall fand weltweit große Anteilnahme. Tierschutzorganisationen und sehr viele Prominente, unter ihnen Arnold Schwarzenegger, Amy Macdonald, Ricky Gervais, Nicky Rothschild und Mia Farrow, verurteilten den Jäger und forderten das Ende der Jagd nach Trophäen.

Quelle: Wikipedia

Büffelherde im Hwange
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4 Kommentare
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Doris
1 Jahr zuvor

Die Geschichte damals mit Cecil ging auch mir sehr ans Herz. Aber leider ist das kein Einzelfall und die Trophäenjagd geht weiter. Zu den Schuldigen gehören oftmals auch Beamte in obersten Regierungspositionen, z.B. in Südafrika. Und die Jäger sind sogar bekannte Persönlichkeiten, wie der alte spanische König Juan Carlos, der in Botswana 2012 zur Elephantenjagd ritt. Es geht wie immer um viel viel Geld…. Sicher ganz schwierig, diesem Gebahren beizukommen, leider.
Aber nun zum Positiven: die Fotos sind wieder super gelungen!
Schön, dass du wieder gesund bist und voller Elan, Neues zu entdecken !!!
Liäbs Grüessli und einen guten Rutsch ins 2020 wünschen euch beiden, Doris & Herbert

Sara Fry
1 Jahr zuvor

Liebe Daniela und Reto
Erst mal wünsche ich Euch viel viel Glück fürs Neue Jahr und gute Gesundheit weiterhin oder wieder! Seit 3 Wochen wieder zuhause reise ich nun halt weiter mit Eurem Blog und Euch durch Afrika… Tiere sehe ich so auf jeden Fall mehr :-). Ich freue mich immer sehr über Eure wunderbaren Fotos und Deine Berichte Daniela. Ich wünsche Euch weiterhin viel Neugierde, Reiselust und Glück, herzlich
Sara