Löwe

Löwe

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Englisch: Lion, Lioness

Lateinisch: Panthera leo

Männliche und weibliche Tiere unterscheiden sich deutlich in der Grösse, auffällig vor allem in der Kopfgrösse. Mit der Mähne wirkt der Kopf des männlichen Löwen noch imposanter.

Schulterhöhe: Männchen bis 120 cm, Weibchen bis 100 cm
Gewicht: Männchen bis 225 kg, Weibchen bis 150 kg

Beschreibung
Löwen haben ein kurzes, sandfarben bis dunkler gefärbtes Fell. Unterbauch und Innenbeinseiten sind meist etwas heller, die Mähne älterer Männchen ist deutlich dunkler bis zu fast schwarz.
Löwenbabys und junge Löwen zeigen am Bauch und an den Beinen oft dunklere Flecken, die beim Heranwachsen verschwinden.

Die Mähne schützt männliche Löwen beim Kampf. Ausserdem scheint die Färbung der Mähne eine Rolle bei der Partnerwahl durch Weibchen zu spielen wie auch ein Dominanzzeichen unter männlichen Löwen.

Während die Mähne bei männlichen Tieren also im Kampf um ein Territorium eine wichtige Rolle spielt, wäre eine Mähne für weibliche Tiere, die sich im Wesentlichen um die Beutejagd kümmern, eher hinderlich.

Bei beiden Geschlechtern fällt die dunkle bis schwarze Fellquaste am Schwanzende auf. Wie auch die dunklen Flecken auf der Rückseite der Ohren dient das Schwanzende wahrscheinlich der Orientierung nachfolgender Löwen in hohem Gras, in dem Löwen aufgrund ihrer Fellfärbung hervorragend getarnt sind.

Verbreitung
In Afrika sind Löwen heute vom Südsudan, Südäthiopien über Kenia, Tanzania, Kongo bis Botswana, Zambia und Südafrika anzutreffen. Bevorzugter Lebensraum ist die Savanne, allerdings kommen Löwen auch in schwierigeren Umgebungen wie in Wüstenregionen Namibias zurecht.

Verhalten
Löwen sind die einzigen Katzen, die in Rudeln, Familienverbänden, zusammenleben. Im Rudel leben ausschliesslich miteinander verwandte weibliche Tiere, noch geschlechtsunreife männliche Tiere und ein, zwei, manchmal auch drei ausgewachsene, nicht mit den Weibchen verwandte männliche Tiere.

Die Rudelgrösse wird von der Verfügbarkeit von Nahrung bestimmt.

Während der weibliche Nachwuchs im Rudel verbleibt, müssen männliche Tiere, die geschlechtsreif geworden sind, ihre Familie verlassen. Sie wandern alleine oder mit anderen jungen männlichen Löwen umher, bis sie ein eigenes Rudel erobern können, indem sie den alten Rudelführer vertreiben. Rudelführer wechseln meist nach wenigen, oft bereits nach zwei bis drei Jahren.

Wenn bei der Übernahme eines Rudels durch ein neues Männchen Babys vorhanden sind, töten die Männchen häufig diese Babys. So wird das Weibchen nach kurzer Zeit wieder paarungsbereit und der neue Rudelführer kann seine Gene weitergeben. Allerdings werden die Weibchen nicht sofort bei den ersten Paarungen trächtig; es scheint, dass Weibchen sich so vergewissern wollen, dass das neue dominate Männchen seine Position als Rudelführer auch halten kann.

Alter
Weibchen können mit vierzehn bis zwanzig Jahren deutlich älter werden als Männchen, die nur eine durchschnittliche Lebenserwartung von sieben bis zwölf Jahren haben, da ältere Männchen von jüngeren getötet oder vertrieben werden und dann verhungern.

Ernährung
Löwen jagen die verschiedensten Arten von Beutetieren, von Antilopen, Gnus, Büffel, Zebras bis sogar Elefanten, verschmähen aber auch Hasen und andere Kleintiere nicht. Beutetiere werden vor allem von den weiblichen Mitgliedern eines Rudels gejagt. Zur Frage, inwieweit sich auch das männliche Tier an der Jagd beteiligt, findet man unterschiedliche Aussagen. Zum einen müssen sich alleinlebende Löwen ja ohnehin selbständig ernähren, zum anderen scheint die Beteiligung auch von der Grösse der Beutetiere abzuhängen. Jedenfalls scheint es nicht so zu sein, dass sich der Rudelführer von seinen weiblichen Mitgliedern durchfüttern lässt, sondern dass er durchaus seinen Beitrag bei der Jagt leistet.
Dem Beutetier wird entweder das Genick gebrochen oder es wird erstickt.

Wenn das Rudel auch bei der Jagd meist als Team sehr eng zusammenarbeitet, so kommt es an der toten Beute – obgleich in der Rangreihenfolge gefressen wird, also Rudelführer zuerst, dann die Weibchen nach ihrer Position in der Hierarchie und die Jungtiere zuletzt – doch häufig zu Rangeleien und heftigem Streit.

Die Zunge des Löwen ist ausserordentlich rau, wie grobes Sandpapier; so kann das Fleisch der Beute von den Knochen geraspelt werden.

Je nach Habitat haben Löwenrudel ausgezeichnete Jagd- und Koordinationstaktiken entwickelt. Dennoch ist nur ein kleiner Teil der Jagden erfolgreich.

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