Unterwegs in Zambia

Unterwegs in Zambia

Reisebericht südliches Afrika 2019/20

On the road in Zambia

Einige Eindrücke, einige Gedanken

Wir haben noch nicht annähernd so viel Zeit in Zambia verbracht, wie nötig wäre, um dieses Land wirklich kennen zu lernen.

Es ist manchmal sehr schwierig in Kontakt mit Menschen zu kommen. Wir fahren an Dörfern, Menschen, Tiere und Szenen vorbei und sind halt immer nur vorbeifahrende Zuschauer.

Wir halten mal an, um Mangos oder Tomaten zu kaufen, aber ansonsten sind wir halt wirklich in unserer eigenen Welt in unserem Cruiser und fahren vorbei an einer uns manchmal ziemlich fremden Welt.

Oftmals würde ich gerne einfach zu Fuss weitergehen, um das alles intensiver zu erleben. Aber es ist nicht ganz einfach, weil man halt als Weisser in abgelegenen Orten als grosse Attraktion gilt und wenn man dann noch mit dem ganze Luxus unterwegs ist, den wir in unserem Auto haben, dann sind die Welten einfach sehr weit voneinander entfernt…

Manchmal frustriert mich das wirklich, aber manchmal bin ich auch einfach froh, dass ich mich in unserem Auto zurück ziehen kann und ich hier mein sicheres und bequemes Zuhause habe.
Denn die Begegnungen mit Einheimischen können auch ganz schnell sehr anstrengend werden, weil in der Regel einfach jeder etwas von einem will.

Es fängt leider schon bei den Kindern an. Wir reichen Touristen haben sie bereits verdorben… An sooo vielen Orten kommen die Kinder angerannt, wenn sie unser Auto hören oder sehen, halten ihre Hand auf und rufen «Sweets, Sweets, give me Sweets», also gib mir Süsses.

Ich kann den Menschen absolut keinen Vorwurf machen, das haben alles wir zu verantworten… Wir Vorbeifahrende verderben die Menschen, indem wir ihnen einfach Dinge geben. Das fördert die Abhängigkeit und das Betteln.

Wir geben grundsätzlich nicht einfach so etwas. Wir unterstützen immer gerne Menschen, die in irgendeiner Form kreativ sind und erkennen, dass man nur etwas bekommt, wenn man auch etwas gibt oder dafür tut.

Aber auch da ist es immer wieder schwierig. Denn wenn man z.B. Mangos kaufen möchte, dann gibt es in der Regel etwa 10 bis 20 Stände nebeneinander und 10 bis 20 Frauen, die alle Mangos verkaufen. Dann kauft man von einer Frau 5 Mangos und macht somit eine von ihnen glücklich und der ganze Rest ist enttäuscht…

Jaja, es ist nicht immer einfach, das Richtige zu machen, auch wenn man gute Absichten hat… 

Im Video habe ich versucht, ein paar Eindrücke von Zambia zusammen zu stellen. Es sind aber alles Aufnahmen, die im Vorbeifahren entstanden sind.

Ich hoffe sehr, dass wir bald mal noch die Gelegenheit bekommen, tiefer einzutauchen, in welcher Form auch immer.

Wir werden definitiv auf dieser Reise nochmals nach Zambia zurück kehren.

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