Warum ich hier bin…

Warum ich hier bin…

Reisebericht südliches Afrika 2019/20

Drakenstein Lion Park, Paarl, Südafrika

Es ist mir ein grosses Anliegen, darüber aufzuklären, was die Tiere hier für ein Schicksal hatten, bevor sie gerettet wurden.
Was viele von euch vielleicht gar nicht wissen ist, dass ganz viele dieser Löwen in Europa geboren und gehalten wurden. Viele von ihnen in Privathaltung, in einem Zoo oder Zirkus.
Hier möchte ich euch nun einige der Geschichten erzählen, die die Löwen in ihrem früheren Leben erlebt haben.

Es sind meistens grausame Geschichten und die Löwen sind unter Umständen ihr ganzes Leben davon gezeichnet oder haben Gebrechen, die nie wieder behoben werden können.
Das ist so, weil die Tiere schlecht gehalten wurde, nicht richtig ernährt wurden oder ihre Besitzer überfordert waren, sobald die Tiere grösser wurden.

Bei all den Tieren hier im Drakenstein Lion Park hängt eine Tafel, die ihre Geschichte kurz erzählt.
Einige davon habe ich fotografiert, um euch die Geschichten zu erzählen…

Drakenstein Lion Park
Ares wurde aus einem fahrenden Zirkus in Frankreich gerettet. Er war am verhungern und hatte eine schwere Augeninfektion in entsetzlichem Zustand.
Edina wurde gerettet vom Missbrauch im illegalen Haustierhandel in Rumänien. Die meisten Tiere in dieser Industrie überleben nicht ihr erstes Jahr...
Drakenstein Lion Park
Ena wurde aus einem französischen Zirkus beschlagnahmt, weil sie wie eine Gefangene in einer Holzbox versteckt unter einem Pferdetrailer gehalten wurde.
Goliath wurde geboren in einem europäischen Zirkus und hatte fast keine Hoffnung mehr. Er wurde beschlagnahmt und vorübergehend in Belgien untergebracht, bevor er hier sein neues Zuhause fand.
Gerettet aus einem Leben in einem 6 Meter grossen Schiffscontainer, hat Leonidas noch nie auf Gras gelaufen, bevor er im Park angekommen ist.
Drakenstein Lion Park
Shumba wurde gerettet, bevor er auf eine Jagdfarm gebracht wurde. Er brauchte intensive Physiotherapie um richtig gehen zu lernen als er im Park ankam.
Stuart wurde aus einem Privat-Zoo im Libanon gerettet. Dort wurde er mit einer Kette um den Hals in einem Betonkäfig gehalten.

Brutus: ein Gesicht, das die menschliche Brutalität zeigt...

Und zum Schluss noch ein ganz krasser Fall…
Brutus wurde von seinem vorherigen Besitzer so brutal geschlagen, dass sein Unterkiefer gebrochen war und er nun dauerhaft entstellt ist.
Es ist mir wichtig, auch solche Dinge zu zeigen. So sehr ich es mag, schöne Löwenbilder zu machen, so wichtig ist es aber auch, diese leider sehr verbreitete Realität zu zeigen.
Ich hoffe, dass ich damit noch mehr Leute darüber aufklären kann, wie viele Tiere leiden müssen, um uns Menschen in irgendeiner Form zu unterhalten oder uns zu dienen.

Drakenstein Lion Park
Brutus wurde aus einem französischen Zirkus gerettet. Dort wurde er so brutal geschlagen, dass sein Unterkiefer gebrochen wurde und es zu einer dauerhaften Entstellung führte.
Drakenstein Lion Park

Dieser Beitrag hat 6 Kommentare

  1. felix lüscher

    😰zum glück🍀 haben all diese wundervollen geschöpfe jetzt so ein zuhause gefunden, was ist das bloss für eine welt 🤮. jetzt heissts bei mir tränen wegwischen und glücklich sein für diese tiere und beten das viele die da noch draussen sind auch einen solchen platz finden und spenden , ganz wichtig ❤️🐾🐾, nicht wegschauen sondern genau so👍🏼 wie du dies tust , danke 😘 felix

    1. Daniela

      Ja Felix, es ist schön, dass es solche Plätze gibt. Und wir haben an diesem Wochenende nochmals einen wundervollen Platz besucht. Weitere Posts dazu folgen! Aber soviel schon mal jetzt: Ich bin sehr begeistert!!

  2. Doris & Herbert

    Liebe Daniela
    Es zerreisst einem das Herz, wenn man diese traurigen Lebensgeschichten dieser hilflosen Löwen liest. Ich wusste gar nicht, dass es auch in Frankreich so viele herzlose und brutale Zoo- und Zirkusbesitzer gibt… Aber leider findet man diese rücksichtslosen, gefühlslosen und egoistischen Menschen auf der ganzen Welt. Immerhin finden einige dieser armen Tiere ein liebevolles Zuhause. Wir werden denLöwenpark in Paarl besuchen.
    Ganz liebe Grüsse, Doris

    1. Daniela

      Liebe Doris, ja in Europa gibt es leider immer noch ganz viele dieser katastrophalen Plätze…
      Ja es lohnt sich wirklich, den Park zu besuchen. Hier kann man als Day Visitor hin und sich einfach frei bewegen.
      Wir haben jetzt noch einen anderen Park besucht, der gefällt mir noch besser! Davon werden noch einige Posts folgen.
      Liebe Grüsse (wieder) aus Stellenbosch, Daniela & Reto

  3. Tina

    Danke für diesen Bericht! So wichtig dass solche Missstände in die Welt hinausgetragen werden…Dank dem Park werden auch diese Tiere doch noch etwas Liebe in ihrem Leben erfahren können.

    1. Daniela

      Ja Tina, es ist so wichtig, dass darüber informiert wird. Inzwischen sehe ich immer mehr hinter diese ganze Industrie und es ist meine Pflicht, darüber aufzuklären.

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