Afrikanischer Elefant

Afrikanischer Elefant

Beschreibung
Englisch: African Elephant
Lateinisch: Loxodonta africana
Körperlänge: bis 7,50 m
Körperhöhe: 2,40 bis 4 m
Gewicht: 3’600 bis 6’000 kg
Die Bullen sind grösser und schwerer als die Kühe.
Die Stosszähne wiegen um die 60 kg.
Lebenserwartung: +/- 65 Jahre

Elefantentatsachen:
– Das Gehirn des Elefanten wiegt zwischen 4,5 und 5 kg
– Elefanten verdauen nur etwa 44% der Nahrung.
– Elefanten fressen zwischen 12 und 18 Stunden täglich.
– Elefanten fressen zwischen 150 und 350 kg Futter täglich.
– Elefantenkühe sind etwa ab dem neunten Lebensjahr fortpflanzungsfähig.
– Entscheidend für die erste Trächtigkeit ist nicht das Alter der Kuh sondern ihr Körpergewicht.
– Die Tragezeit beträgt 22–24 Monate.
– Eine Elefantenkuh kann etwa alle 4 bis 5 Jahre trächtig werden.
– Die Anführerin einer Elefantenherde heisst Matriarchin.
– Elefanten kommunizieren mit Infrasound, den sie über Ohren und Füsse wahrnehmen, für Menschen aber nicht hörbar ist. Infratöne tragen über bis zu 25 km.
– Elefanten produzieren bis zu 70 unterschiedliche Töne, die etwa gleich so viele Bedeutungen haben.
– Die Haut eines Elefanten ist bis zu 3 cm dick, aber dennoch sehr empfindlich.
– Der Rüssel hat über 10’000 Muskeln, aber keine Knochen.
– Etwa 8,5 Liter Wasser passen in einen Rüssel.
– Auf kurzen Entfernungen kann ein Elefant bis zu 40 km/h schnell werden.

Vorkommen
Der Lebensraum des afrikanischen Elefanten erstreckt sich von der Sahara über den ganzen Kontinent. Er lebt in Savannen, lichten Waldgebieten, Steppen und sogar in Halbwüsten wie im Norden von Namibia (so genannte Wüstenelefanten).
Hervorragende Chancen, grosse Elefantenherden zu sehen, hat man im Chobe Nationalpark, Botswana, sowie im Kaudum Nationalpark, Namibia und im Hwange Nationalpark in Zimbabwe.

Beschreibung
Der afrikanische Elefant ist das schwerste Landsäugetier überhaupt und berühmt für seine Intelligenz und Gedächtnis. Elefanten haben ausser ihren Stoßzähnen auch «normale Zähne».
Sie besitzen pro Kieferhälfte sechs Backenzähne, die nacheinander abgenutzt werden. Im Laufe seines Lebens werden sie wie auf einem Fliessband von hinten nach vorn transportiert, sobald ein Zahn verbraucht ist. Wenn das letzte Zahnset verbraucht ist, muss das Tier leidvoll verhungern.
Die Haut des Elefanten ist bis zu 3 cm, benötigt jedoch ausreichende Pflege. Deshalb baden und suhlen sich Elefanten sehr gerne. Elefanten hören und riechen ausgezeichnet, doch ihr Sehvermögen ist ziemlich schwach.
Elefanten können über weite Entfernungen miteinander kommunizieren. Sie benutzen dabei Infraschall, so tiefe Töne, dass der Mensch sie nicht hören kann. Diese Schallwellen scheinen Elefanten auch über Schwingungen im Boden mit ihren Füssen wahrzunehmen.
Die grossen Ohren dienen nicht nur zum Hören. Sie sind enorm gut durchblutet, und das Ohrenwedeln wirkt wie ein Kühlsystem, mit dem der Elefant bei Bedarf seine Körpertemperatur reguliert.

Verhalten
Elefanten leben in einem Familienverband, der von einer alten Kuh angeführt wird. Tägliches Baden und Suhlen im Schlamm bietet den Elefanten, deren Haut bei weitem nicht so «dick» (etwa 3 cm) und unempfindlich ist wie allgemein angenommen wird, Schutz vor Sonne und Insekten. Elefanten spielen eine bedeutende Rolle im Ökosystem Ihrer Heimat. Sie verbreiten mit ihrem Dung Pflanzensamen und wichtige Nährstoffe, die von Termiten und Mistkäfern untergraben werden, was zur Belüftung des Bodens führt. Ausserdem heben sie Wasserlöcher aus, die auch von anderen Arten genutzt werden.
Allerdings sind Elefanten in ihrer Umwelt auch oft sehr zerstörerisch, denn sie reissen Äste ab und stossen Bäume um, damit sie an Nahrung kommen können.

Elefanten sind zwar grundsätzlich Fluchttiere und sanft im Verhalten. Sie wissen aber um ihre Stärke, setzen sie jedoch äusserst selten aggressiv ein.
Elefanten zeigen ein ausgeprägtes Sozialverhalten. In der Familie kümmern sich die Mutter, Tanten, Schwestern und jüngere männliche Tiere nahezu liebevoll und schützend um die Kleinen.

Wann immer man sich in der Nähe einer Elefantenherde befindet, ist man erstaunt, wie leise sich die Tiere durch die Landschaft bewegen. Elefanten sind trotz ihres Gewichts so zusagen Leisetreter, denn sie gehen genau genommen auf Zehenspitzen, die in ein Polster aus Binde- und Fettgewebe eingebettet sind, das jeden Schritt abfedert.
Der grösste Feind des Elefanten ist der Mensch, der ihn seit Jahrhunderten gnadenlos verfolgt. Besonders seiner Stosszähne wegen werden vor allem Elefantenbullen getötet. Durch den Abschuss von Tieren mit besonders mächtigen Stosszähnen hat in manchen Regionen eine solche Auswahl stattgefunden, dass man dort mehr und mehr ausgewachsene Elefanten mit kleinen Stosszähnen oder sogar ganz ohne Stosszähne antrifft.

Ernährung
Elefanten ernähren sich von Blättern, Büschen, Kräutern, Gras, Zweigen, Wurzeln und Baumrinde sowie verschiedenen Früchten. Pro Tag brauchen sie etwa 300 kg Futter und verbringen deshalb zwei Drittel ihrer Lebenszeit mit Fressen. Dazu braucht das Tier täglich um die 140 Liter Wasser.

Fortpflanzung
Afrikanische Elefanten können sich das ganze Jahr über paaren, eine Kuh bringt aber nur alle 4 bis 5 Jahre ein Kalb zur Welt. Die Trächtigkeit dauert 22–24 Monate, wonach ein einzelnes Junges mit gut 100 kg Gewicht geboren wird. Das Gehirn ist bei der Geburt relativ unentwickelt, so dass das Junge während seiner Kindheit alle Verhaltensweisen seiner Art lernen muss. Insofern ähnelt er sogar dem Menschen. Das Junge wird 2 –3 Jahre gesäugt. Jungbullen werden mit der Geschlechtsreife im Alter von ca. 12 Jahren aus der Herde verjagt und schliessen sich zu Junggesellengruppen zusammen.

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