Unterwegs in Malawi

Unterwegs in Malawi

Reisebericht südliches Afrika 2019/20

Malawi

Neue Erfahrungen

Wir haben Malawi zum ersten Mal besucht und konnten in den 3 Wochen einige Eindrücke von diesem Land gewinnen.

Malawi ist eines der ärmsten Länder der Welt, aber die Menschen sind uns fast immer sehr freundlich begegnet. Man sieht aber in vielen Gesichtern, dass sie ein sehr hartes und für uns fast unvorstellbares Leben führen… Die meisten Menschen in Malawi müssen mit weniger als 1 US-Dollar pro Tag auskommen.

Hier verkaufen viele Frauen an der Strasse Früchte, Gemüse oder Holzkohle. Manchmal sieht man 10 Frauen nebeneinander mit einem kleinen Stand und alle verkaufen dasselbe… Da wir gerade zur Mango-Saison unterwegs sind, sieht man immer und überall unzählige Berge von Mangos und sie kosten fast nicht.
Ich habe z.B. einer Frau 5 Tomaten und 9 kleine Banane abgekauft und das hat 14 Rappen gekostet…
Für uns, die wir in einem derart grossen Wohlstand leben, ist es einfach unvorstellbar, wie diese Menschen überleben
Es ist aber auch tatsächlich so, dass die Kindersterblichkeitsrate relativ hoch ist, und zwar aufgrund von Unterernährung.

Was uns aber auch auffällt, dass es überall soooo viele Kinder hat! Eine Frau in Malawi gebärt im Durchschnitt immer noch 5,5 Kinder. Dies hat verschiedene Gründe, einer davon ist, dass die Menschen immer noch die Hoffnung haben, dass die Kinder, wenn sie älter sind irgendwie Geld verdienen und dann für ihre Eltern sorgen können.

Cape Maclear

Cape Maclear ist ein Dorf in Malawi nordwestlich der Monkey Bay am Ufer des Malawisees.
Dieser Ort lebt vor allem vom Tourismus und von der Fischerei. Wir haben eine Nacht dort auf einer Campsite verbracht und haben uns am späteren Nachmittag zu Fuss dem Strand entlang auf den Weg zu einem einheimischen Restaurant gemacht.

Dieser Ausflug wurde zu einem unvergesslichen Erlebnis! Wir hatten ja keine Ahnung, was uns erwartet! Wir sind 2,5 km am Strand entlang gelaufen und dieser Strand war überfüllt mit Menschen, Fischerbooten, Fischernetzen, Kindern, Hunden, Menschen, die ihre Kleider waschen, Menschen, die sich waschen, Ziegen, Müll, Gerümpel… Und wir zwei Weissen da mitten drin! Wir sind natürlich aufgefallen wie ein bunter Hund, als wir uns da in Schlangenlinien durch all dieses Gewusel gekämpft haben. Die Kinder waren natürlich alle super-neugierig, haben uns nachgerufen, sind mit uns mitgelaufen, haben uns Fragen gestellt und unterwegs sogar angefangen zu singen ☺️.

Als wir dann endlich an einem einheimischen Restaurant angekommen sind, war es schon stockdunkel und wir klitschnass, weil es immer noch so drückend heiss war und sich dieser romantische Strandspaziergang als ziemliche Tortur rausgestellt hat 😂

Nach dem Essen mussten wir die ganze Strecke dann auch wieder zurück laufen, diesmal aber dann mitten durch das Dorf, wo alles unbeleuchtet war und wir uns durch enge Gassen und durch Hinterhöfe irgendwie den Weg zurück zur Campsite suchen mussten.

Es war ein richtig krasses Erlebnis mit ganz vielen Eindrücken und am liebsten hätte ich alles heimlich gefilmt, weil es sehr schwierig zu beschreiben ist. Wir haben so etwas selber noch nie gesehen oder erlebt. Und obwohl es sich komisch angefühlt hat, weil wir komplette Fremdkörper waren, haben wir uns nie unsicher gefühlt oder hatten gar Angst, uns könnte etwas passieren. Man hat gespührt, dass es für alle Beteiligten eine ungewohnte Situation ist und wir von überall her beobachten werden, aber die Menschen sind uns durchwegs freundlich und zum Teil mit Neugier begegnet.

Leider gibt es von diesem Ausflug kein Video. Aber ich habe eines zusammengestellt von all den Eindrücken, die man unterwegs so sieht. Also in Malawi wird es einem unterwegs wirklich nie langweilig!! Es gibt immer etwas zu sehen!

Weitere Infos zu Malawi

Malawi ist ein Binnenstaat in Südostafrika, der am 6. Juli 1964 seine Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich erlangte. Malawi hatte im Jahr 2018 etwa 18 Millionen Einwohner, die Hauptstadt ist Lilongwe.

Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 850 km, die West-Ost-Ausdehnung 350 km. Die Außengrenze hat eine Länge von 2881 km, 475 km zu Tansania im Norden, 1569 km zu Mosambik im Osten, Süden und Südwesten sowie 837 km zu Sambia im Westen.

Ethnien
Die meisten der etwa 18 Millionen Einwohner gehören verschiedenen Bantuethnien an. Es werden insgesamt 13 verschiedene Kultur- und Sprachgruppen unterschieden.

Mit 49,3 % stellen die namensgebenden Maravi, einschließlich der Chewa (32,6 %), der Tumbuka (8,8 %), der Nyanja (5,8 %) und der Tonga (2,1 %), die größte unter ihnen und bilden somit die Titularnation. Die Lomwe stellen 17,6 % der Bevölkerung, die Yao 13,5 % und die Ngoni machen 11,5 % aus. Die Sena und die Ngondo sind mit 3,6 % respektive 1 % eine Minderheit. Andere Volksgruppen stellen zusammen insgesamt 3,5 % der Gesamtbevölkerung.

Quelle: Wikipedia

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